Luftverschmutzung ist die vierthäufigste Todesursache. Etwa ein Drittel der Erkrankungen an Asthma, Krebs und COVID-19 werden durch Feinstaub (PM) verursacht oder begünstigt. Dies gilt insbesondere für Fußgänger und Radfahrer bei der Nutzung der Verkehrsinfrastruktur in den Ballungsräumen.

Die Feinstaubbelastung führt zu erheblichen Gesundheitskosten für medizinische Behandlungen, vorzeitige Todesfälle, Arbeitsfehlzeiten usw. Im Jahr 2018 lagen die Kosten allein in Europa bei mehr als 150 Mrd. € und es ist damit zu rechnen, dass diese Kosten aufgrund von Long-Covid mittelfristig noch deutlich steigen werden. Im Vordergrund stehen dabei die Asthma-Patienten. Allein in Deutschland leiden etwa 4 Millionen Menschen an Asthma, weltweit sind es bis zu 262 Millionen Menschen. Jeden Tag sterben weltweit etwa 1000 Menschen an Asthma. Diese Todesfälle wären teilweise vermeidbar, wenn überall geeignete Präventions- und Therapiemethoden zur Verfügung stünden.

Die Therapiemethoden sind im Allgemeinen sehr kostspielig. Dagegen sind die möglichen Präventionsmethoden vergleichsweise kostengünstig. Eine sehr kostengünstige und trotzdem wirkungsvolle Präventionsmethode besteht in der Vermeidung von unnötigen Feinstaubexpositionen durch Anpassung des eigenen Verhaltens an die jeweiligen Expositionsbedingungen.

So kann die individuelle Feinstaubexposition deutlich reduziert werden, wenn die räumlichen und zeitlichen Spitzen der Feinstaubkonzentration gemieden werden. Voraussetzung ist hierbei allerdings, dass die räumliche und zeitliche Verteilung der Feinstaubbelastung bekannt ist. Aus diesem Grund hat IDEA System in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Informatik Karlsruhe und dem KIT die weltweit erste App zur individuellen Bestimmung der Feinstaubbelastung von Fußgängern und Radfahrern entwickelt.